Produktinformation
Inglourious Basterds - Limited Steelbook

Inglourious Basterds - Limited Steelbook
Regisseur(e) Quentin Tarantino

Unverb. Preisempf.: EUR 22,99
Preis: EUR 19,95 & wird bei einer Bestellung über 20 EUR versandkostenfrei geliefert. Details

Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Versand und Verkauf durch Amazon.de

9 neu oder gebraucht verfügbar EUR 19,95

Durchschnittliche Kundenbewertung:

Produktbeschreibung

Inglourious Basterds - Steelbook DV


Produktinformation

  • Amazon-Verkaufsrang: #504 in DVD
  • Erscheinungsdatum: 2010-01-14
  • Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
  • Formate: Dolby, Limited Edition, PAL, Widescreen
  • Originalsprache: Deutsch, Englisch
  • Untertitel in: Deutsch, Englisch, Türkisch
  • Länge: 148 Minuten

Aus der Amazon-Redaktion

VideoMarkt
Lt. Aldo Raine befehligt einen Trupp jüdischer Soldaten, der hinter feindlichen Linien auf französischem Boden Angst und Schrecken unter deutschen Soldaten verbreitet. Unter britischem Kommando lassen sie sich für ein Himmelfahrtskommando einspannen, führende Nazis bei einer Filmpremiere in einem Pariser Kino zu töten. Die Betreiberin des Kinos, die junge Jüdin Shosanna Dreyfuss, hat eigene Pläne für den Abend: Vor Jahren ist sie verschont worden, als Oberst Hans Landa ihre Familie massakrierte. Jetzt will sie Rache.

VideoWoche
Jahrelang spielte Quentin Tarantino mit dem Gedanken, einen Men-on-a-Mission-Weltkriegsfilm zu drehen. Sein "Inglourious Basterds" ist dabei nicht einfach nur ein Kriegsfilm mit zahllosen Referenzen an das Genrekino, die Nouvelle Vague, "Winnetou" und Edgar-Wallace-Krimis, sondern vor allem so etwas wie Tarantinos "Cinema Paradiso", eine Liebeserklärung an die Macht des Kinos, das Böse zu besiegen. Neben Star Brad Pitt brilliert vor allem der Österreicher Christoph Waltz mit seiner in Cannes prämierten Darstellung eines Nazi-Ermittlers.

Blickpunkt: Film Kurzinfo
Quentin Tarantinos wahnwitziger Men-on-a-Mission-Weltkriegsfilm, in dem sich ein Trupp jüdischer US-Soldaten daran macht, in einem Pariser Kino die führenden Nazis zu töten.


Kundenrezensionen

OSCAR absolut verdient5
Also... zum ersten... den OSCAR hat Christoph Waltz absolut verdient. Ich habe noch nie so eine eindrucksvolle Leistung gesehen. Man bekommt als Zuschauer förmlich Angst wenn der SS-Offizier den Raum betritt, weil dieser, trotz aller Freundlichkeit meine Ängste und Befürchtungen längst durchschaut hat und diese mit netten Fragen immer enger umkreist, bis er mich entgültig hat... einfach Wahnsinn.

zum zweiten... der Film hat Kultstatus, da man allein an den Kundenrezensionen merkt, dass er spaltet.

zum dritten... der Film erhebt niemals den Status geschichtlich korrekt zu sein, daher habe ich kein Verständnis für Leute, die ihn mit "Der Untergang" oder "Operation Wallküre" vergleichen.

zum vierten... der Film ist witzig... allein die Szene wo Waltz Brad Pitt mit dem Finger ins Auge sticht und sich wie ein kleines Kind freut dass er zuckt... köstlich... Oder Brad Pitts Gesicht, als er merkt, dass der SS-Offizier doch italienisch spricht... ist einfach zum weghauen...

zum fünften... ja der Film ist sehr brutal und ich konnte auch nicht immer wirklich hinschauen... also vorsicht!

zum sechsen... Wahnsinnig gute Dialoge. Die sich immer enger kreisen und schließlich in einem Showdown enden.

Fazit: Wer einen klassischen Kinofilm basierend auf tatsächlich gewesenen Ereignissen genießen will ist hier vollkommen falsch. Alle anderen können ihn anschauen und genießen...

Ich finde: ein genialer Film

Ganz anders als der Trailer es vermuten lässt. Grandioser Film!5
Ich war absolut überrascht von diesem Film. Zuerst: Waltz hat seinen Oscar wirklich mehr als verdient. Er spielt teuflisch gut diesen charmant-zynischen SS-Standartenführer, der einem einen kalten Schauer nach dem anderen einjagt.
Der Titel des Films täuscht etwas, denn um die "Bastards" geht es gar nicht so besonders viel, der Film ist ähnlich wie Pulp Fiction aufgebaut, wo es in einigen Kapiteln um Travolta und seinen Partner ging, dann wieder die Geschichte des Boxers mit Bruce Willis und doch sind die Geschichten alle miteinander verknüpft. So ähnlich geht es auch bei den in vier Kapitel unterteilten Inglourious Basterds zu, wobei mich gerade die Geschichte der jungen Jüdin beeinduckt, die Rache an den Nazis nehmen will, in die sich wiederum ein deutscher Soldat verliebt, eine Romeo und Julia-Geschichte ganz nach Tarantinos Art.
Wichtig ist zu erwähnen, dass der Film erst richtig zur Entfaltung kommt, wenn man ihn sich im Originalton anschaut. Auch die Amerikaner müssen sehr viel Untertitel lesen, denn Teile des Films sind in englisch, andere in französisch, dann wird wieder längere Zeit deutsch gesprochen.
Die Synchronisation hat Tücken, denn wenn beispielsweise einer der "Basterds" (Brad Pitt) einen anderen bittet, als Übersetzer gegenüber einem deutschen Soldaten zu fungieren, dann wurden bei der deutschen Fassung einfach irgendwelche Sätze erfunden, die im Film nie gesagt werden, weil man ja sonst jeden Satz doppelt sprechen müsste.
Wenn im Original z.B. gesagt wird: "You speak english pretty well for a german", so wird in der deutschen Fassung "für einen Deutschen schießt du nicht schlecht" daraus. Nur ein Beispiel von vielen. Also ich empfehle Originalton und Untertitel anschalten, so muss der Rest der Welt (Amerikaner eingeschlossen) den Film auch sehen. Mich zumindest stört es auch nicht und es wirkt wirklich viel authentischer.
Das Interessante bei diesem Film ist, er wird bei jedem Mal anschauen besser und besser. Es fallen einem noch mehr Verknüpfungen, Anspielungen, Gags und Mienenspiele auf. Mittlerweile halte ich ihn für Tarantinos besten Film und er hat wirklich einige gute Sachen abgeliefert. Aber selbst bei so einer fiktiven Story, bei einem Film der keinerlei Anspruch auf historische Genauigkeit erhebt, fühlt man an vielen Stellen wie brutal, beklemmend diese Zeit war und der Wahnsinn zur Normalität wurde. Das ist zwar nur ein Nebeneffekt und gerade hier hat Waltz natürlich einen großen Anteil daran, aber es ist schon bemerkenswert, dass der Film auch vom Zeitgefühl und von der Ausstattung bis ins Detail perfekt gedreht wurde.
Da könnten sich Filme, die einen gewissen Anspruch auf "Realität" oder Geschichtsgenauigkeit erheben (Privat Ryan z.B.) eine Scheibe abschneiden, wo fünf Amis Tiger Panzer mit ihren "Sprengstoffsocken" beschmeissen, Turmluk der Panzer im Gefecht natürlich immer offen (sonst kann man ja keine Granaten reinschmeissen) und das MG am Panzer ist lediglich zur Zierde da. Wie gesagt, sogar in solchen Punkten, wo "Inglourios Basterds" überhaupt keinen Anspruch erhebt, fängt er von der Ausstattung und von der Gefühlswelt der Menschen jener Zeit mehr ein als mancher "Realismus-Film".
Aber I.B. soll Spaß machen, soll unterhalten in erster Linie und da war ich froh, dass es nicht wie im Trailer vermittelt eine stumpfe Materialschlacht ist, sondern ein ganz eigener Film, unkoventionell und trotzdem erinnert er an die guten alten Italo-Western z.B., die auch von allem etwas hatten. Jedenfalls habe ich mich bei diesem Film keine Minute gelangweilt es ist gutes, altes Unterhaltungskino pur. Eigentlich gibt es solche Filme wie "Inglourios Basterds" gar nicht mehr und ich glaube, nur Tarantino schafft es noch, dem vielen Effekthascherei-Müll der letzten Jahre noch einen "echten" Film mit Dramatik, Action, Humor und Spannung entgegenzusetzen. Unbedingt kaufen!

(Teils) geniale Schauspielkunst, schwächelndes Drehbuch.3
- Gespoilert -

Eine Menge Wirbel wurde vorab (mal wieder) über den neuen Film von Quentin T. gemacht. Ein Märchen wird es sein, sagten die einen, ein Kriegsfilm, die anderen. Im Endeffekt wurde es ein typischer Tarantino als Märchen vor Kriegshintergrund.

Zeitlupenaufnahmen, wenns bedrohlich wird (dazu verzerrte Gitarrenakkorde), die Einteilung der Geschichte in verschiedene Kapitel, Red Apple-Zigaretten, lange, aber fesselnde Dialoge - mit div. Tabubrüchen natürlich -, verschiedene Einblendungen, usw ...

Was hat Tarantino richtig gemacht:

* Bunt und international gecastet

* Den Film in verschiedenen Sprachen gehalten, woraus er einen Großteil seiner
Kraft und Faszination (ich persönl. höre das Italienische und Französische
unheimlich gerne, sind einfach schöne Sprachen) und natürlich auch Wirklichkeits-
getreue bezieht

* Die Eigenheiten der verschiedenen Völker gut präsentiert: die fragile, elegante
Französin; der charmante, schmeichelnde Österreicher; der die Konfrontation nicht
scheuende Deutsche; der snobistisch-lässige Engländer ("Na dann nichts wie runter
mit ihm!") und der ein wenig tumbe und immer ein bisschen zu coole Amerikaner.

* Erzeugung von bedrohlicher Stimmung allein durch Dialog

* Das Zeigen der Nazis nicht als gesichtslose Dämonen, wie z.B. Spielberg sie
sieht, sondern als gebildete Kaste (Offiziere) einerseits und tapfere Wehr-
machtssoldaten (Feldwebel Rachtman) andererseits, was der Realität wohl eher
entspricht - speziell "Tapferkeit" ist eine Eigenschaft, die Gegnern der
Amerikaner in amerikanischen Filmen sonst eher selten zuerkannt wird (aber
vielleicht hat hier auch nur die Deutsche Filmförderung ein bisschen
nachgeholfen)


Was hat er falsch gemacht:

* Hitler und Göbbels sind schlecht besetzt. Nicht, weil Wuttke und Groth schlecht
spielen, sondern weil sie ihren Vorbildern einfach zu unähnlich sehen. Hier wurde
in "Der Untergang" und "Operation Walküre" größeres Geschick bewiesen. Beide
werden hier übrigens auch nur als Karikaturen ihrer Vorbilder gezeigt

* Teilweise langatmige und unnötig in die Länge gezogene Szenen

* Kurzes Auflodern und dann wieder langes Abflauen lassen der Spannung

* Den Film m.E. zu wenig gestrafft

* Ein erzwungen korrektes und homogenes und dafür umso unglaubwürdigeres Ende
für DIE Hauptfigur des Filmes, Hans Landa. Gebildet, gerissen und mit messer-
scharfem Intellekt ausgestattet, sowie misstrauisch und skeptisch allem und
jedem gegenüber, begeht er am Schluss diesen dummen, naiven Fehler. Klar, den
auf Judenjagd spezialisierten SS-Oberst ungeschoren davonkommen zu lassen, traut
sich auch ein Quentin Tarantino nicht, trotzdem hätte er sich hier etwas Glaub-
würdigers einfallen lassen können


Zu den Schauspielern:

Allen voran natürlich Christoph Waltz. Was er hier geleistet hat, wird ohne Zweifel Filmgeschichte schreiben. Die Figur, der er hier Leben einhauchte, lässt sich problemlos in die Reihe der überragendsten Filmbösewichte einreihen. Und der Rekord, den er aufstellen wird (Abstauben aller wichtiger Preise mit der ersten(!) Hollywood-Rolle), sobald er im März den Oscar entgegen genommen haben wird, woran ich fest glaube, wird für sehr sehr lange Zeit nicht zu brechen sein. Seine schauspielerische Glanztat hier ist mit Sicherheit für die nächsten Jahre das Maß aller Dinge.

Wogegen Brad Pitt hier natürlich nur verlieren kann. Auch wenn mir seine Fans das jetzt wohl krumm nehmen, aber der Mann lebt ohnehin mehr von seinem Aussehen, denn von seinem schauspielerischen Können. Erschwerend kommt hinzu, dass man ihm seine Lustlosigkeit, den unsymphatischen Proll Aldo Raine zu verkörpern, jederzeit anmerkt, wobei man aber seine privaten Probleme mit Jolie, die er während der Dreharbeiten schon gehabt hat, berücksichtigen sollte.

Mélanie Laurent - ein Name, den man in Zukunft noch öfter hören wird. Eher still und zurückhaltend und doch mit einer starken Präsenz. Diese junge französische Schauspielerin wird zu einer scharfen Konkurrenz für Audrey Tautou und Eva Green werden.

August Diehl als Sturmbannführer Dieter Hellstrom liefert für mich die zweitbeeindruckendste Vorstellung nach Christoph Waltz ab. Geht zu unrecht aufgrund seiner geringen Auftrittszeit ein wenig unter, aber wie er die Kellerbarszene dominiert ist sagenhaft.

Daniel Brühl hat, wie ich meine, eine der dankbarsten Rollen in diesem Film erhalten. Er personifiziert den Star und strahlenden Kriegshelden im Bubigewand, scheinbar unfähig, ein Wässerchen zu trüben und dennoch brandgefährlich.

Eli Roth spielt im Rahmen seiner Möglichkeiten. Die widerliche Figur des "Bärenjuden" ist ohnehin ein großes Minus in diesem Film (man beachte den in US-Filmen so häufig zu sehenden dämlich-peinlichen Baseballspieler-nach-erzieltem-Homerun-Affentanz, den er im Graben aufführt, nachdem er dem deutschen Feldwebel den Schädel eingedroschen hat). Zweifelhaft ist aber vor allem die Person Roths, der "Inglourious Basterds" aufgrund seiner Skalpierungsszenen deutscher Wehrmachtssoldaten (nicht SS-Offiziere oder Reichsminister!) in einer KZ-Gedenkstätte vor anderen Juden als "koscheren Gewaltporno" angepriesen haben soll.

Einen kleinen, aber äußerst feinen Auftritt, der bis jetzt kaum Erwähnung fand, beschert uns Richard Sammel. Mit Feldwebel Werner Rachtman zeigt er uns einen deutschen Soldaten, der alles andere als unsymphatisch und von Natur aus brutal rüber kommt, mit einer Tapferkeit angesichts des nahenden Todes, wie sie sonst nur GIs zusteht. Den Spruch mit den "Saujuden" musste Tarantino dann wohl einbauen, da er sonst kaum eine "Rechtfertigung" für dieses brutale Ende Rachtmans gefunden hätte.

Für mich noch erwähnenswert Denis Menochet als franz. Milchbauer. Als Konterpart zu Hans Landa annähernd ebenbürtig. Seine innere Beklemmung, als auch sein Versuch diese zu unterdrücken, sind absolut überzeugend, genauso wie sein Weinen.

Alles in allem hat QT bzgl. der Schauspieler einen guten Riecher bewiesen. Der restliche Cast spielt mal besser (Fassbender), mal schlechter (Krüger, Schweiger) und mal so gut wie überhaupt nicht (Burkhard).


Die Ausstattung:

Einem Multimillionen-Dollarfilm entsprechend.


Die Effekte:

Gut plaziert und nie zu aufdringlich.


Die Musik:

Im Stil der anderen QT-Filme (David Bowie mal ausgenommen).


Schlussplädoyer:

Wenn Du trotz der immensen Länge meiner Rezension - aber schließlich geht es hier um Deine sauer verdiente Kohle - bis hierher gelesen hast, dann bedanke ich mich und gebe Dir folgendes mit auf den Weg:

Wenn Du ein QT-Sammler bist, bestelle.
Wenn Du ein Faible für versteckte Details und bestechende Uniformen hast, bestelle.
Wenn Du zT überragende schauspielerische Leistungen sehen willst und Dich nicht von langen Dialogen abschrecken lässt, bestelle.

Wenn es Dir innere Befriedigung verschafft, Hitler von Kugeln durchsiebt zu sehen, leih in Dir aus.

Wenn Du einen knallharten kurzweiligen Actionfilm mit massig Gewaltszenen sehen willst, lass es bleiben.
Wenn Du Deutscher bist und es Dich schmerzt zu sehen, wie tote deutsche Soldaten skalpiert werden, auch.
Und wenn Du hoffst, mit "Inglourious Basterds" ein vom Kaliber her zweites "Pulp Fiction" zu erwerben, sowieso.

Und damit, ganz im Geiste des Filmes:

Auf Wiedersehen. Au revoir. Arrivederci. Good Bye.