Verblendung [Blu-ray]
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V - Verblendung Blu-ray
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #531 in DVD
- Erscheinungsdatum: 2010-02-05
- Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
- Format: Widescreen
- Originalsprache: Deutsch, Schwedisch
- Untertitel in: Deutsch
- Länge: 147 Minuten
Aus der Amazon-Redaktion
Kurzbeschreibung
Der aufrechte Investigationsjournalist Mikael Blomqvist von der unbestechlichen Zeitung "Millienium" lässt sich von dem 82-jährigen Patriarchen Henrik Vanger anheuern, das Mysterium um seine vor 40 Jahren verschwundene Nichte Harriet zu lösen. Der Zufall führt Blomqvist mit der sozial nicht unbedingt zu ihm passenden Hackerin Lisbeth Salander zusammen, die mit der Welt auf Kriegsfuß steht, sich aber als unschätzbare Hilfe erweist, als man auf Nazi-Machenschaften, sexuellen Missbrauch und Inzest stößt.
Kundenrezensionen
Spannend und düster inszeniert - Extras der Blu-Ray enttäuschen!
Jahr für Jahr an seinem Geburtstag bekommt der 82jährige Großindustrielle Henrik Vanger (Sven Bertil-Taube) per Post eine gepresste Blüte hinter Glas. Seine Nichte Harriet Vanger machte ihm dieses Geschenk erstmals vor 43 Jahren und verschwand kurz darauf spurlos. Die Suche nach ihr war bis heute erfolglos. So startet Henrik Vanger einen letzten Versuch, dass Verschwinden seiner Tochter aufzuklären. Hierzu engagiert er den renomierten Wirtschaftsjournalisten Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist). Der gerade in einer schweren Schaffenskrise steckt, nachdem seine letzte Enthüllungsstory gewaltig nach hinten losgegangen ist und nicht nur ihn sondern auch seiner Zeitschrift (wo er gleichzeitig als Herausgeber fungiert) "Millenium" einen massiven Imageschaden verpasst hat. So ist das Angebot von Henrik Vanger mehr als verlockend, zumal Vanger ihm ein Angebot macht, dass er nicht ausschlagen kann. Während er mit seinen Recherchen nach Harriets Verschwinden allerdings nicht wirklich weiter kommt, erfährt er ungeahnter Weise Hilfe von der jungen, extrovertierten, hochintelligenten, wie auch leicht-autistischen Hackerin Lisbeth Salander (Noomi Rapace). Die ihn dabei hilft, Licht in das Dunkel des Vanger-Clans zu bringen...
Es dauert ein wenig bis die Geschichte vollends in Fahrt kommt, aber dann entpuppt sich "Verblendung" zu einer rundum gelungenen Literaturverfilmung und einem packenden, atmosphärisch dichten Thriller. Was sicherlich keine Selbstverständlichkeit ist, selbst wenn die "Millenium-Trilogie" des verstorbenen Autoren Stieg Larsson millionenfach verkauft worden und eine Verfilmung des Stoffes folglich der nächste Schritt ist. So ist doch jedesmal auch das Risiko mit an Bord, dass der aus dem Roman bekannte Stoff nur unzureichend in Leindwandbilder umgesetzt worden ist.
Erfreulicherweise entpuppt sich die Verfilmung des ersten Romans der Reihe, "Verblendung" als eine durchaus gelungene Literaturverfilmung. Was vornehmlich an den sehr guten Schauspielern festzumachen ist. Auch wenn sicherlich einige kleinere Elemente des Buches komplett außen vor gelassen wurden, so holt der Film zweifelsohne seine Stärke aus den beiden Hauptcharakteren, die sich ohne große Umschweife auf die Kerngeschichte konzentrieren. Spätestens dabei wird der Film seinen ganzen Charme entfalten.
Kein Wunder, ist die Story auch ohne die 1:1-Übernahme aus dem Buch schon reichlich komplex und facettenreich. Dessen ganze Auswirkungen man wohl erst sehen wird, nachdem man alle drei Verfilmungen der Romane gesehen hat. Wobei "Verblendung" noch am ehesten als eine insich geschlossene Geschichte gesehen werden kann. So ist die Verfilmung doch der Grundstein bzw. der wichtige Mosaikstein für die beiden nächsten Filme. So wirkt auch Anfangs das starke Schauspielerensemble nicht hundertprozentig ausbalanciert. Mikael Blomkvist, als investigativer Journalist, ist eher ein mittelprächtiger Detektiv. Er mag zwar intelligent und eine hohe Auffassungsgabe haben, verkauft sicher aber eher schlecht in seiner filmischen Rolle. Es fehlt das makante Merkmal oder eine gewisse Smartness, die ihm zu den Hauptdarsteller der Romane macht, wie ich ihn beim Lesen empfunden bzw. vor meinem inneren Auge gesehen habe. Aber zweifelsohne steht seine Figur, ebenso wie die der Lisbeth Salander erst am Anfang ihrer Entwicklung, so dass man gemäß dem Buche, für die nächsten beiden Verfilmungen eine weitere Steigerung erwarten darf.
Damit bin ich auch schon bei der zweiten Hauptfigur dieser Literaturverfilmung: Lisbeth Salander.
Ihre Figur der "Femme Fatale", mit ihren optischen, wie auch inneren "Auffälligkeiten" wird durch Noomi Rapace kongenial in Szene gesetzt. Genau so, habe ich mir diese Romanfigur vorgestellt. Zwar gelingt es den Machern nicht vollends Lisbeths "Innenleben" darzustellen, aber durch gelungene Rückblenden, kann der Zuschauer schon schnell erahnen, wohin die Reise in den nächsten beiden Filmen geht. So wundert es nicht, dass bei dieser vielschichtigen Person, Michael Nyqvist etwas "simpel" daherkommt. Nichstdestotrotz haben beide Hauptdarsteller ihr Potential überzeugend angedeutet und man darf gespannt sein, wie sich die Verfilmung und die Figuren weiterentwickeln.
Fazit:
Anfangs hat "Verblendung" sicherlich einige kleinere Längen, dafür punktet der Film in Sachen Atmosphäre und nimmt vor allem am Ende noch ordentlich an Fahrt auf, was in einem durchweg spannenden Finale mündet. Ganz so wie man es in einem guten Thriller erwarten kann. Kenner der Romanvorlage sind sicherlich etwas im Vorteil, da sie sich schon vorab in die Gedankenwelt der beiden Hauptdarsteller hineindenken konnten und natürlich wissen, was die Rückblenden und das kleine filmische Finale nach dem packenden Finale bedeuten. Aber auch Nicht-Kenner der Trilogie oder dem ersten Stieg Larsson-Roman, sei dieser spannende Film ans Herz gelegt. Der Film "Verblendung" funktioniert nicht nur als Romanverfilmung sehr gut, auch als Thriller würde er die volle Punktzahl erhalten, wäre nicht...
Die Blu-Ray enttäuscht leider auf ganzer Linie. Weder ein Wendecover ist vorhanden, noch sind die Extras wirklich erwähnenswert. Ein Interview und ein paar Trailer (was auch schon auf der "normalen" DVD vorhanden ist) mehr hat die BR-Scheibe nicht zusätzlich zu bieten. Das Bild des Films ist natürlich top, trotzdem erwarte ich für eine BR ein bisschen mehr "Bonus". Daher gibt es insgesamt anstatt der 5 Sterne, nur derer 4.
leider an der Größe der Aufgabe gescheitert
Die Umsetzung der genialen Stieg Larson Triologie in die gleichnahmigen Filme ist leider ziemlich mißlungen. Wer die Bücher kennt, wird völlig enttäuscht und wer sie nicht kennt, wundert sich woher der ganze Hype kommt und die Motivation der meisten Figueren bleiben durch die Unmengen an Kürzungen und Verstümmelungen der Handlung im Dunklen.
Das größte Problem ist aber schlicht und ergreifend, das zwei der Hauptrollen, nämlich Blomkvist und Erika Berger völlig fehlbesetzt sind. Schade um die schauspielerische Meisterleistung von Noomi Rapace als Salander.
Da auch viele Nebenrollen wirklich treffend besetzt sind, ist mir völlig unklar wie das passieren konnte.
Also auf keinen Fall erst den Film schauen: Damit verdirbt man sich ein geniales Buch. Normalerweise ärgere ich mich immer darüber wenn Hollywood wieder einmal ein Remake eines guten europäischen Films macht - diesmal hoffe ich darauf. Schlechter kann es kaum noch werden.
Spitzenfilm, mäßige Blu-Ray...
Mit großer Vorfreude kaufte ich mir den Film, nachdem ich das Buch durchgelesen hatte.
Daß man bei einem Film vieles weglassen muss und Kompromisse eingehen muss, war mir von Vornherein klar.
Aber das merkt man im Film nicht. Der Film ist ein Spitzenthriller mit einer großartigen Hauptdarstellerin, die bis zum Schluss undurchsichtig bleibt!
Einziges Manko ist die Blu-Ray, dessen Ausstattung ärmlich ausfällt und neben zwei Interviews mit den beiden Hauptdarstellern und einem schwachen Teaser zu "Verdammnis" nichts zu bieten hat.
Zudem ist es mir ein Rätsel, wieso die Blu-Ray nur mit 1080i gemastert wurde und nicht mit dem eigentlichen BD-Standard 1080p...
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