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Von Stieg Larsson

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  • Amazon-Verkaufsrang: #34 in DVD
  • Erscheinungsdatum: 2010-02-05
  • Bewertung: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
  • Formate: PAL, Widescreen
  • Originalsprache: Deutsch, Schwedisch
  • Untertitel in: Deutsch
  • Länge: 147 Minuten

Aus der Amazon-Redaktion

VideoMarkt
Der aufrechte Investigationsjournalist Mikael Blomqvist von der unbestechlichen Zeitung "Millennium" lässt sich von dem 82-jährigen Patriarchen Henrik Vanger anheuern, das Mysterium um seine 40 Jahre zuvor verschwundene Nichte Harriet zu lösen. Der Zufall führt Blomqvist mit der sozial nicht unbedingt kompatiblen Hackerin Lisbeth Salander zusammen, die mit der Welt auf Kriegsfuß steht, sich aber als unschätzbare Hilfe erweist, als man auf Nazi-Machenschaften, sexuellen Missbrauch und Inzest stößt.

VideoWoche
Mit seiner "Millennium"-Trilogie landete Stieg Larsson, der 2004 an einem Herzinfarkt starb, einen posthumen Bestseller-Erfolg mit Selbstläuferwirkung. Niels Arden Oplevs Verfilmung des ersten Romans der Reihe gelingt es, die 700 Seiten der Vorlage auf ein filmisch erträgliches Maß einzudampfen, die Qualitäten des Stoffes aber nicht nur beizubehalten, sondern sogar noch zu verschärfen. Mit Noomi Rapace und Michael Nyqvist wurden würdige Hauptdarsteller für den verzwickten Krimi gefunden, die auch in den Fortsetzungen glänzen werden.

Blickpunkt: Film Kurzinfo
Prickelnde Verfilmung des ersten Romans der "Millenium"-Trilogie von Stieg Larsson, in dem ein Journalist und eine Hackerin einem 40-jährigen Verbrechen auf die Spur kommen.


Kundenrezensionen

Dicht gestrickter Thriller4
Der Journalist Mikael Blomkvist( Michael Nyqvist) wird von dem Unternehmer Henrik Vager (Sven-Bertil Taube)beauftragt, dass Verschwinden seiner Nichte Harriet aufzuklären. Das Problem: Harriet ist seit 1966 verschwunden. Vanger glaubt. Das sie ermordet wurde. Blomkvist, der kurz zuvor wegen Verleumdung zu einer dreimonatigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde, nimmt den Auftrag an.
Im Laufe der Recherche bekommt er unerwartete Hilfe von der punkigen und geheimnisvollen Computerspezialistin Lisbeth Salander (Noomi Rapace).
Lisbeth schleppt ein Geheimnis mit sich herum. Die steht unter Vormundschaft, seit sie als Kind ihrem Vater beim Verbrennungstod, den sie selber verursachte, zugesehen hat.
Zudem hat sie ihren Vormund, der Lisbeth brutal sexuell missbrauchte lebenslänglich gezeichnet.
Mikael und Lisbeth schaffen es, sich trotz aller Unterschiedlichkeit, zusammen zu raufen und gemeinsam die Suche nach Harriet voran zu treiben. Dabei rutschen sie allerdings immer tiefer in einen Sumpf aus Macht, Geld und Vertuschung.
Als Vorlage für den Film diente der gleichnamige Bestseller von Stieg Larsson. Dieser war, bevor er Thriller schrieb, zumindest in Skandinavien bekannt als Experte für rechtsextreme nationalistische Bewegungen. Unter anderem war er Herausgeber des antirassistischen Magazins Expo.
Dieses eher linke politische Verständnis spiegelt sich auch in dem Film wieder. Es geht um Wirtschaftskriminalität, die Macht des Geldes, sexuelle Gewalt, Rassismus und aufklärenden Journalismus.
Die Verfilmung ist spannend, teilweise brutal und dicht gestrickt. Ein gelungener Thriller, der freudige Erwartungen an die Fortsetzungen stellt.

Guter Thriller mit kleinen Schwächen3
Ich habe mir den Film kurz nach dem Lesen des Buchs mit großer Vorfreude angesehen und war am Ende doch ein bisschen enttäuscht. Wie so viele Verfilmungen eines derart umfangreichen Romans leidet der Film doch teilweise an den...sicher notwendigen...Straffungen des Inhalts.Bei vielen Buchpassagen macht es auch Sinn, isbesondere was die ständigen Beschreibungen von "Kaffee kochen und Stullen schmieren" angeht ;-) Auch die Beschreibung von Mikaels diversen Frauengeschichten ist für den Film nicht wirklich notwendig. Die Kürzung der gesamten Wennerström-Geschichte, die im Buch ja knapp 200 Seiten umfasst, hilft sogar um die Story voranzutreiben. Allerdings lassen die Filmemacher damit auch die wahre Begründung Mikaels für die Annahme des Falls weg und dadurch leidet nicht nur seine sondern vor allem die Darstellung von Henrik Vanger, der im Film als liebenswürdiger Onkel rüberkommt, der er im Buch ja ganz und gar nicht ist. Völlig unnötig! Anstatt die einzelnen Personen genauer zu charakterisieren konzentriert der Film sich auf ausgiebige Tatortbesichtigungen und überflüssige Rückblenden, die es so im Roman teilweise gar nicht gibt. Auch der "Showdown" zwischen Held und Täter (Spoiler-Vermeidung!) wurde abgwandelt...zum Positiven wie ich finde. Weitere Inhaltbeschreibungen spare ich mir an dieser Stelle, da in anderen Renzensionen bereits hinreichend beschrieben.

Kurz noch zum vieldiskutierten Thema Gewaltdarstellung: Ich war diesbezüglich ein bisschen überrascht. Die FSK16 ist hier absolut angebracht, mehr aber auch nicht! Die Sequenzen mit/um Lisbeth sind für das Thema des Films und vor allem der Trilogie absolut notwendig. Manche mögen das etwas drastisch finden, mich hat es nicht gestört. Im weiteren Verlauf hätte man auf das ein oder andere Ekelbild verzichten können, aber anscheinend muss das heutzutage bei Filmen dieses Themas so sein.

Fazit: Wer den Film ohne Kenntnis des Romans sieht, erlebt einen Thriller, der sicherlich über dem üblichen Genre-Durchschnitt, vor allem der gängigen Hollywood-Ware, liegt. Ein interessanter Plot, stringenter Spannungsaufbau und insgesamt gut gezeichnete Charaktäre und Darstellerleistungen -> Lisbeth!. Die Logiklöcher des Romans konnten natürlich nicht kaschiert werden, das darf man aber auch nicht unbedingt erwarten. Vier Sterne wären da durchaus angemessen.
Buchkenner werden jedoch zu Recht die oben genannten und, meiner Meinung nach unnötigen Plotänderungen kritisieren unter denen der Film insgesamt ein bisschen leidet. Bild und Ton der DVD entsprechen em Standard, die Extras sind mau. Deshalb unter diesen Gesichtspunkten ein halber Punkt Abzug.

Der Film bleibt hinter den Erwartungen zurück...2
Habe die drei Bücher von Stieg Larsson in den Weihnachtsferien (die Erinnerung ist also noch ganz frisch) regelrecht verschlungen und nun erfreut festgestellt, dass der erste Teil der Trilogie bereits auf DVD erschienen ist und die beiden anderen Teile 2010 folgen werden... Sehr gespannt habe ich nun gestern abend "Verblendung" angesehen, doch leider bleibt der Film hinter den Erwartungen zurück.

Zur Handlung: Der kompromisslose und bislang erfolgreiche Journalist Mikael Blomkvist erhält nach einer beruflichen Pleite (Wennerström-Affäre) den Auftrag von Henrik Vanger, dem Senior eines mächtigen Konzerns, etwas über das Verschwinden seiner geliebten Nichte Harriet herauszufinden, die vor über 30 Jahren auf rätselhafte Weise spurlos verschwand. Blomkvist nimmt den Auftrag an und begibt sich auf die Insel Hedeby, dem Sitz der Familie Vanger, wo er - getarnt als Henriks Biograph - mühsam die Familiengeschichte aufrollt. Hilfe bekommt er von Lisbeth Salander, einer autistischen Hackerin, und gemeinsam können sie das Rätsel um Harriets Verschwinden lösen...

Leider fokussiert sich die Verfilmung auf das Sex-und-Gewalt-Thema, stellt Lisbeth Salander hauptsächlich als Opfer männlicher Gewalt dar; der im Buch gelungene Blick durch das Schlüsselloch einer schwedischen Großindustriellen-Familie verkommt zu einer klischeehaften Geheimniskrämerei der Familienangehörigen. Die faschistische Gesinnung, der Frauenhass einiger Familienmitglieder (Anm.: Der schwedische Origialtitel des Filmes sowie des Buches lautet "Män Som Hatar Kvinnor", dt. "Männer, die Frauen hassen"), die rituelle Folterung und Ermordung der Frauen wird nur soweit wie nötig erzählt.

Zudem wurde die Handlung in der Verfilmung abgewandelt (bspw. stirbt im Buch die geliebte Mutter von Lisbeth im ersten Teil; im Film besucht Lisbeth ihre Mutter erst zum Ende hin das erste Mal und ihre Mutter ist darüber hinaus in der Lage, mit ihrer Tochter ein relativ normales Gespäch zu führen).

Fazit: Während der Roman interessante und vielschichtige Portraits der Protagonisten zeichnet, fokussiert der Film eine an der Oberfläche dümpelnde Detektivgeschichte.

Der Thriller ist für einen spannenden DVD-Abend sicherlich geeignet, besser ist es jedoch, Stieg Larssons Roman zu lesen.