James Bond - Ein Quantum Trost [Blu-ray]
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Beschreibung:
'Ein Quantum Trost' setzt die adrenalintreibenden Abenteuer von James Bond (Daniel Craig) in 'Casino Royale' fort... Nachdem er von Vesper, der Frau, die er geliebt hat, betrogen wurde, kämpft 007 gegen das Verlangen an, seine nächste Mission zu einer persönlichen Angelegenheit zu machen. Fest entschlossen, die Wahrheit aufzudecken, verhören Bond und M (Judi Dench) Mr. White (Jesper Christensen), der enthüllt, dass die Organisation des rücksichtslosen Geschäftsmannes Dominic Greene (Mathieu Amalric), die Vesper erpresst hat, viel komplexer und gefährlicher ist als zunächst angenommen. Inmitten eines Minenfeldes aus Betrug, Mord und Täuschung, verbündet sich Bond mit alten Freunden, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Auf der Suche nach dem Mann, der für den Verrat an Vesper verantwortlich ist, muss 007 der CIA, den Terroristen und sogar M immer einen Schritt voraus sein, um Greenes dunkle Machenschaften aufzudecken und 'Quantum' zu stoppen.
Angaben laut Hersteller
Darsteller: Daniel Craig, Olga Kurylenko, Mathieu Amalric, Judi Dench, Giancarlo Giannini
Format: Widescreen
Sprache: Deutsch (DTS 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1), Spanisch (DTS 5.1), Italienisch (DTS 5.1)
Untertitel: Deutsch, Spanisch, Italienisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: MGM Home Entertainment GmbH (dt.)
Erscheinungstermin: 25. März 2009
Spieldauer: 106 Minuten
Produktinformation
- Amazon-Verkaufsrang: #520 in DVD
- Marke: 20th Century Fox
- Erscheinungsdatum: 2009-03-25
- Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 2.40:1
- Format: Widescreen
- Originalsprache: Deutsch, Spanisch, Italienisch, Englisch
- Untertitel in: Deutsch, Spanisch, Italienisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch
- Länge: 106 Minuten
Aus der Amazon-Redaktion
Aus der Amazon.de-Redaktion
Daniel Craig kehrt in Ein Quantum Trost als knallharter James Bond auf die Kinoleinwände zurück. Furioses Actionkino mit Adrenalingarantie.
Zum ersten Mal in der 22-jährigen Bond-Historie ging man das Risiko ein ein lupenreines Sequel zu drehen. Ein Quantum Trost setzt da an, wo Casino Royale vor 2 Jahren endete. Mit dem Deutsch-Schweizer Marc Forster (Monsters Ball,Drachenläufer) konnte man erneut einen veritablen Topregisseur verpflichten, der durch seine Arthouse-Vergangenheit einen ungewöhnlichen Zugang versprach. Auch wenn sich diese Hoffnung nicht wirklich bestätigt hat, ist der neue Bond ein handfestes Stück Actionkino geworden, dass den Vergleich mit den allgegenwärtigen Comic-Adaptionen nicht zu scheuen braucht.
Bond laboriert noch immer am Liebesschmerz und leidet unter dem Verrat durch seine Partnerin Vesper Lynd, die am Ende von Casino Royale in den Trümmern eines venezianischen Palazzos auf mysteriöse Weise umkam. Seine Wut ist grenzenlos und die Auswirkungen drastisch. Vom Gentlemen-Agenten eines Roger Moore ist nichts mehr zu spüren. Bond nietet alles um was ihm in die Quere kommt, um an die Hintermänner zu kommen, die für den tragischen Tod der Geliebten verantwortlich waren. Seine Vendetta führt ihn über Österreich, Italien und Haiti bis nach Südamerika. Dort treibt er unter der uneigennützigen Mithilfe der resoluten Camille (Olga Kurylenko) den Oberbösewicht Dominic Greene (Matthieu Amalric) auf, einen skrupellosen Geschäftsmann und Chef der Organisation „Quantum“, der sich mit einem bolivianischen General verbündet um an unbezahlbare Ressourcen zu kommen die ihm, und wer hätte etwas anderes erwartet, die Kontrolle über die Weltmärkte ermöglicht.
Schluss mit Mätzchen, kein Geschüttelt und Gerührt: Daniel Craig als härtester Film-Bond aller Zeiten treibt die Dekonstruktion uralter Essentials weiter voran und führt auf gewisse Weise dadurch den Prozess der Annäherung an Ian Flemings humorlos-harte Romanvorlagen weiter. Auf der anderen Seite ist Ein Quantum Trost in seiner atemlosen Aneinanderreihung furioser Actionsequenzen und der Unübersichtlichkeit seines Plots auch wieder ganz zeitgemäß und spiegelt aktuelle Befindlichkeiten. Insofern ist das oberste Ziel von „Quantum“, nämlich die Weltmärkte zu kontrollieren, konsequent gedacht. Was gibt es Unübersichtlicheres als die Mechanismen globaler Wirtschaftsmächte? Der neue Bond reiht sich somit nahtlos ins dominierende Big-Budget Actionkino ein. Nicht unbedingt innovativ, aber gnadenlos unterhaltsam.---Thomas Reuthebuch
Movieman.de
100 Minuten Lauflänge hat der neue 007-Streifen nur zu bieten und ist somit über eine halbe Stunde kürzer als sein Vorgänger. Dies hat der Geschichte nicht gut getan, denn besonders ausgefeilt kommt die Story nicht daher. Wirklich problematisch am unausgegorenen Skript - man mag kaum glauben, dass Paul Haggis wirklich daran mitgearbeitet hat - ist der Action-Overkill der ersten 45 Minuten. Klar, Action war und ist eines der Markenzeichen der Bond-Filme, aber zwischen adrenalingetränkten Fights sollte es auch so etwas wie die Entwicklung einer Geschichte geben. Die wird jedoch ständig von noch einem Kampf und noch einer Schießerei und noch einer Verfolgungsjagd so sehr unterminiert, dass sie nicht mal mehr zum Ende hin stattfinden kann. Auch ist Bonds Figurenzeichnung nicht gerade beeindruckend. Man hat kaum eine Chance, sich in Bond einzufühlen und hinter seine Fassade zu blicken. Oft wirkt er einfach nur unsympathisch und gefühllos. Kalt blitzende blaue Augen und eine versteinerte Miene sind sein Markenzeichen, er bricht aus Wut jede Menge Regeln und tötet gnadenlos Leute, die eigentlich viel nützlicher wären, wenn man sie noch verhören könnte. Das soll uns überzeugen, dass Bond ein gebrochenes Herz hat? Dass er Vespas Tod rächen will? Dass er die verantwortlichen Schurken jagen will, damit ihr Tod nicht umsonst war? Eher nicht. Ansonsten zeigt sich Craig wie bereits in "Casino Royale" als authentischerer Bond mit zerschrammten Charaktergesicht, der sich seinen Kämpfen ohne viel Firlefanz stellt und jede Menge Blessuren davonträgt. Bond-Girl Olga Kurylenko in der weiblichen Hauptrolle liefert als schöner Racheengel leider eine eher blasse und nichtssagende Leistung ab. Da bleibt trotz viel geringerer Screentime das zweite "Bond-Girl" Gemma Arterton eher im Gedächtnis - und zwar nicht nur wegen der "Goldfinger"-Tributszene. Mathieu Amalric, der den Bösewicht Greene ohne schnurrende Haustiere, Glatze, Narben im Gesicht oder blutige Tränen verkörpern muss, gibt sich wunderbar jovial, arrogant, charmant, aalglatt und schmeichlerisch als Kreuzritter in Sachen Umweltschutz, um dann im nächsten Augenblick die Maske fallen zu lassen und eiskalt seine Pläne durchzuführen – dies aber stets mit sanfter Stimme und einem kleinen angedeuteten Lächeln, feige hinter anderen versteckt und der Ausstrahlung "Ich will Ihnen wirklich nichts Böses. Ich bin gebildet und sehr gut erzogen, aber lassen Sie mich Ihnen einen guten Rat geben: wenn Sie nicht tun, was ich will, sorge ich dafür, dass es Ihnen ziemlich schlecht ergehen wird. Unterschreiben Sie also hier, hier und hier." (Laut Amalric hat er Greene als Mischung aus Sarkozy und Blair angelegt.) Da Greene auch kein ausgebildeter Kämpfer, sondern ein eleganter Geschäftsmann ist, sieht auch der Endkampf gegen Bond eher wie ein Kampf auf dem Schulhof aus. Ein wildes Drauflosgekloppe ohne ausgefeilte Technik, was überhaupt nicht stört, sondern irgendwie passt und sehr verwirrend für Bond ist. Greene ist ein großartiger Bösewicht, dem man aber leider nicht genug Zeit und Zeilen gegeben hat. Die Actionszenen, die man Regisseur Marc Forster anvertraut hat, der sich sonst eher virtuos auf den Pfaden des Erzählkinos bewegt, sind gewohnt aufregend, temporeich und rasant. Allerdings sind sie in den Kampfszenen Mann gegen Mann so schnell geschnitten und verwackelt, wechseln im Millisekundentakt Schärfe und Unschärfe, dass es auf Dauer nervt. Zu wenig bleibt die Kamera klar auf Gesichtern oder in Totalen und leicht verliert man den Überblick. Sicherlich wollte man, so wie Bond sich benimmt, damit andeuten, dass sich Freund und Feind kaum noch unterscheiden lassen, aber das wirkt angestrengt und überambitioniert und sorgt nur dafür, dass man komplett aussteigt und eben einfach abwartet, bis der Kampf vorbei ist, um zu sehen, wer denn gewonnen hat. Wirklich schade, denn choreographiert sind diese Szenen großartig – man sieht nur kaum was davon. Sonst ist "Ein Quantum Trost" aber sehenswert gefilmt. Es werden schöne Bilder, Einstellungen und Kamerafahrten geboten und man nimmt sich Zeit für Nebensächlichkeiten wie Landschaft und Leute. Dies trägt eindeutig Forsters Handschrift. Vor allem die Szenen, die in und um das Festspielhaus Bregenz herum spielen, sind äußerst gelungen und gekonnt montiert. Hier wird auch erstmalig - und zugleich letztmalig - wirklich angedeutet, was Quantum ist und was es bewirken kann. Doch abseits dieser Schlüsselszene, die vielleicht den Weg für den nächsten Bond-Film ebnet, bleibt Quantum unangreifbar, einem Phantom gleich. Das mag gut mit dem übersteigerten Mythos der Organisation korrelieren, nachdem weder CIA, MI6 noch sonst irgendein anderer Geheimdienst von ihr auch nur ahnen, aber selbst längst unterwandert sind, lässt aber einen faden Geschmack zurück, gerade so, als hätte man nun den etwas diffusen Mittelteil einer Trilogie gesehen. Ob dem so ist, wird das nächste Bond-Abenteuer zeigen müssen. Fazit Ein schöner Auftritt von Daniel Craig, der tadellos agiert, und ein guter Action-Film ohne emotionalen Kern mit "Bourne"-Anleihen. Ob "Ein Quantum Trost" aber ein guter Bond-Film ist sei dahingestellt – das Niveau von "Casino Royale" kann er jedenfalls leider nicht halten.
Moviemans Kommentar zur DVD: Das Programm, das die DVD anbietet, wirkt recht natürlich, dadurch aber auch relativ unspektakulär. Farben leuchten nicht außergewöhnlich, sondern bleiben eher matt. Auch die Schärfe bewegt sich im guten und nicht im herausragenden Bereich. Dennoch fällt kein wesentliches Rauschen auf und auch die Kompression arbeitet sehr stabil. Schön, dass das sonst typische Flirren von Häuserdächern bei Fahrten über eine Stadt ausbleibt (00:03:34). Insgesamt wirkt das Bild ein wenig dunkel, dabei leiden die Kontrastwerte aber nicht sonderlich. Klangtechnisch ist die DVD astrein, das beweisen schon die ersten Szenen, die mit einer fulminanten Verfolgungsjagd mit Schüssen, heulenden Motoren und quietschenden Reifen daher kommen (00:01:10). Von allen Seiten knallt und dröhnt es durch den enorm vital besetzten Raum. Dabei mangelt es keinesfalls an Basspräsenz, es wird mit der Subwooferarbeit aber auch nicht übertrieben. Die DTS-Fassung wirkt ein klein wenig heller und räumlich offener. Neben der türkischen Sprachfassung bietet die Disc auch eine tschechische Version an. Am angenehmsten fällt natürlich das englische Original aus, das es schafft, äußerst authentische räumliche Elemente in die Stimmen zu integrieren. Die Extras der Special Edition beinhalten auf der Hauptdisc das Musikvideo "Another Way to Die" (4:31 Min.), einen Kinoteaser (1:51 Min.) und einen Kinotrailer (2:24 Min.). Die Bonusdic bietet außerdem folgende Featurettes an. "Bond am Set" (24:49 Min.) zeigt Ausschnitte von den Dreharbeiten und Kommentare der Mitwirkenden. "Beginn der Dreharbeiten" lässt Regisseur Marc Forster, Produzent Michael G. Wilson und Daniel Craig über die Erwartungen, Pläne und Vorbereitungen zu Wort kommen (2:56 Min.). Es folgen "Am Set" (3:14 Min.) mit Kommentaren zu den Locations und dem Location-Scouting, "Olga Kurylenko und die Bootsjagd-Sequenz" (2:15 Min.) und ein Featurette über den Regisseur Marc Forster (2:46 Min.). Der Musik (2:37 Min.) und der Film Crew (46:10 Min.) sind weitere Featurettes gewidmet. In letzterer Dokumentation wird interessanterweise nicht bloß die Arbeit der Stars vorgestellt, sondern es werden Menschen wie der Location-Manager für Panama, die Statisten-Casterin, Zweite Regieassistenz oder auch Piloten und Tonmeister portraitiert. Dadurch erhält man ungewöhnliche aber sehr interessante Einblicke in die Filmarbeit und wird dafür entschädigt, dass die vorigen Featurettes recht kurz ausfielen. --movieman.de
Kurzbeschreibung
Nach dem Verrat von Vesper Lynd und ihrem gewaltsamen Tod hat James Bond seine letzte Mission noch nicht abgeschlossen. Bei einem Verhör offenbart Mr. White, dass die Organisation Quantum, die hinter Vespers Tod steht, komplexer und größer ist als vermutet. Die Spuren eines Verräters aus eigenen Reihen bringen Bond nach Haiti, wo er die mysteriöse Camille kennenlernt. Diese führt ihn wiederum zu dem Geschäftsmann Dominic Greene. Greene entpuppt sich als große Nummer bei Quantum und plant, mit Hilfe seiner Verbindungen das Regime eines lateinamerikanischen Landes zu entmachten und selbst die Kontrolle zu übernehmen.
Kundenrezensionen
Nach dem besten nun einer der schlechtesten
Ich war wohl bei keinem Bond-Film im Vorraus so gespannt wie bei diesem. Denn nach dem, meiner Meinung nach, wenn auch knapp, besten Film der Reihe und der Aussagen der Produzenten, dass die Story direkt an den Vorgänger anknüpfen würde, war die Vorfreude doch bei Vielen am Siedepunkt.
Nach der Eröffnungssequenz, einer wahnsinnig rasanten und auch durch den Kameraschnitt wohl so noch nie dagewesenen Autoverfolgungsjagd um den Gardasee, war ich nicht mehr zu halten. Doch nach einiger Zeit merkte ich, irgendwie kommt kein richtiges Bond-Feeling auf. Ich ging aus dem Kino und entschied mich den Streifen eine Woche später nochmals im Lichtspielhaus anzusehen. Danach konnte ich mir ein klares Urteil bilden.
Der Schnitt, der als revolutionär galt, und der in den Anfangsminuten noch so überzeugen konnte, war im Endeffekt wohl der Hauptgrund für einen eher mittelmäßigen Dum-Dum-Action-Streifen. Sicherlich experimentieren die Produzenten mit allerhand aus und hatten damit auch schon überwältigenden Erfolg, doch mit dieser Technik sind sie mal richtig aufgelaufen. Wenn man wirklich sekündlich abrupt hin- und herschneidet kann man wirklich keinen schönen Eindruck von den einzelnen Szenen bekommen. Daniel Craigs Leistung stell ich nicht mal in Frage, denn ihm wurde es auch unmöglich gemacht Gefühle oder Humor durch Mimiken an den Zuschauer zu übermitteln, da man so schnell immer wieder einen anderen Blickwinkel vorgesetzt bekommt. Allerdings ist die Besetzung der weiteren Rollen leider auch nicht optimal vollzogen worden. Olga Kurilenko als tja soll man sagen Bond-Girl "Camille" ist wohl ein absoluter Fehlgriff. Trotz großer Rolle hinterlässt sie in keiner Szene einen bleibenden Eindruck. Ähnlich fad war wohl nur Tanya Roberts als "Stacey Sutton" in "Im Angesicht des Todes". Auch der von Mathieu Almaric verkörperte Bösewicht Dominic Greene ist kein Treffer. Die ganze Figur hat überhaupt keinen Charakter. Selbst in meinem Heimatdorf findet man mehrere solche Personen auf der Strasse (bei ca. 750 Einwohnern!).
Auch die Story ist leider nicht fesselnd. Blofeld wollte damals wenigstens noch die Weltherrschaft, schrieb ein anderer Rezensient. Man kann nur hoffen, dass dieser Film quasi als Bindeglied zwischen "Casino Royale" und "Bond 22" steht und vielleicht die Story um die Organisation "Quantum" nur erst richtig einleiten soll. So einen Superbösewichten wie in den Sean Connery Filmen oder ein Syndikat, welches über mehrere Filme Gegner Bonds bleibt, ähnlich wie SPECTRE damals würde der Serie vielleicht gut tun.
Der Film ist ein ordentlicher Actionstreifen, der aber mit seinen Vorgängern nicht mithalten kann. Auch die Tatsache dass dies der kürzeste ist trägt dazu bei, hoffentlich bleibt er es. Wer einen kurzweiligen Blockbuster mit viel Action und wenig durchdachter Story sehen will ist hier richtig.
Auf der zweiten Disc sind Dokumentationen über die Dreharbeiten, die Musik und ein Interview mit Regisseur Marc Foster vorhanden. Außerdem findet man das Musikvideo zu "Another Way To Die" und verschiedene Trailer.
1 Stern weil James Bond
1 Stern da doch ein ordentlicher Actionfilm
1 Stern für das Aufbauen der Story und dem offenen Ende
=
3 Sterne
Ich bin doch irgendwie enttäuscht...
Was war das für ein Bond-Film vor zwei Jahren. Atemberaubendes Tempo, tolle Action-Szenen und ein James Bond alias Daniel Craig der authentisch und knallhart daherkam. Ein Bond, wie geschaffen um gegen die Bösewichte des 21. Jahrhunderts zu kämpfen. Auch wenn dieser neue" Bond einiges an Charme seiner Vorgänger eingebüßt hatte, so klebte doch ein Hauch des alten" an ihm und wurde gekonnt verarbeitet. Man hatte sogar den Eindruck, dieser neue Bond ist zwar anders, aber immer noch geprägt/ aufgebaut auf alten Traditionen. Die überzeugend ins neue Zeitalter transferiert wurden und in der Schlusssequenz von Casino Royale" gekonnt zusammengefügt wurden: Mein Name ist Bond, James Bond - einfach herrlich.
Nun habe ich mir den zweiten Bond-Film mit Daniel Craig im Kino angesehen. Ein Quantum Trost" heißt dieser, und Trost braucht der Bond-Fan nach diesem Film wirklich. Casino Royale" habe ich für eine willkommene Abwechslung und Weiterentwicklung im Bond-Paradies gesehen. Agent, Story und Action passten perfekt. Ein Quantum Trost" treibt diese Entwicklung weiter voran, leider aber eher zum Negativen.
Aber wo fangen wir an? Das erste was mich an dieser Fortsetzung" störte, war die fehlende Einleitungssequenz, wie man sie bei jedem Bondfilm kannte. Nun gut, ist ja ein neuer" Bond, also warum auch nicht die Identifikationsszene alter Bond-Filme streichen und als direkte Fortsetzung von Casino Royale" auch legitim.
Nach dieser Überraschung" folgten gut 20 Minuten, die man wohl nur als Schnittwahnsinn" bezeichnen kann. Action pur, Verfolgungsjagd pur, und dazu ein Schnitt der so irre schnell ist, dass mir nach 20 Minuten schon die Augen weh taten, weil das Gehirn gar nicht so schnell hinterher kam. Selbst Michael Bay-Filme bieten da mehr Übersicht ;o) Das Gehirn nimmt nur irgendwann den toten Bösewicht wahr, was davor Geschehen ist geht im Geschwindigkeitsrausch der Bilder einfach unter. Schade das hat ein James Bond nicht nötig.
Nun gut, die ersten Szenen waren überstanden, die Geschichte nimmt an Fahrt auf. Irgendwann fliegt dann die Kamera über die paradiesischen Strände von Haiti. Toll, wie aus einem Reiseprospekt, nein wie aus einer Autowerbung immerhin wird anschließend ein goldener Ford (der neue Ford Ka?) präsentiert. Perfekt inszeniert, für die Werbung? Ja! Für ein dritte Welt Land und einen Bond Film? Nein! Das James-Bond die neuesten (Luxus-)Autos fährt passt zu seinem Image - das Olga K. eine Werbefahrt machen darf ist reines Merchandising. Anschließend darf aber auch Mr. Bond ein wenig Werbung machen. Elendig lange Sekunden hält er ein Handy von SonyEricsson in die Kamera. Ein tolles Teil, mit integriertem Peilsender und Navi - wer will es nicht haben. Werde bei nächster Gelegenheit mal im Elektrogeschäft nachsehen, was für ein Handy-Modell Mr. Bond da wirklich hat. Hatte ja genug Zeit es mir anzusehen.
Im Folgenden entwickelt sich dann aber auch langsam unsere Story, kaum zu glauben bei dem Product-Placement und den Actionszenen von denen ich immer noch Kopfschmerzen habe. James Bond ist hinter den Drahtziehern der Organisation Quantum" hinterher, um den Tod seiner Vesper (aus Casino Royale) zu rächen. Leider entpuppt sich diese Organisation mächtiger als gedacht und so entwickelt sich der Film zu einer einzigen Hetzjagd ohne dabei zu wissen, wem Bond vertrauen kann und wem nicht. So gibt es wilde Verfolgungsjagden zu Wasser, auf der Straße und in der Luft (mit dem entsprechenden augenschädlichen Filmschnitten und halsbrecherischen Kameraführungen), so dass unserem Agenten kaum ein Moment zum Luft holen bleibt. Geschweige denn Zeit für zwischenmenschliche Gefühle.
Irgendwann, nach mehr oder weniger spannenden Minuten kommt es dann zum großen Showdown in der bolivianischen Wüste. Allerdings ein Showdown der nicht annähernd wirklich spannend ist. Es macht allerdings viel Kraawumm - wem es gefällt. Einige haben da aber schon den Kinosaal verlassen, die hatten wohl auch Augenschmerzen oder es lag an einer Szene mit dem Flugzeug (Spoiler sind hier ja verboten) - Hollywood lässt einen Bond ja auch nicht sterben und fällt er noch so tief ;o)
Naja, nach langen rund 100 Minuten (obwohl es der Kürzeste aller Bond-Filme ist) ist dieser zweite Bond-Film mit Daniel Craig vorbei und diese Rezension neigt sich ihrem Ende entgegen. Wer es bis hierhin durchgehalten hat mit dem lesen, der wird sicherlich denken warum der Rezensent diesen Film nicht mit einem Stern bewertet. Das liegt ganz einfach daran, dass man diesem Bondstreifen auch Gutes abgewinnen kann: So wäre zum Beispiel unser Daniel Craig, der alte Haudegen. Sympathischer und gereifter scheint er mir zu sein und zugeknöpfter aufgrund der 15-Sekunden Liebesszene mit Gemma A. und dem Bussl" mit Olga K. - das war selbst für einen reinen Actionfan zu kurz. Das unser Daniel Craig im allgemeinen Effektfeuerwerk dann auch manchmal ein wenig untergeht, liegt an dem pyromanisch-veranlagten Filmteam und nicht an ihm. Schade, selbst Bonds Wortwitz bleibt dabei auf der Strecke.
Was allerdings noch gelungen ist, ist die Tatsache das die Geschichte durchaus einen Bezug zur Situation Heute und in Zukunft bietet. Eine Organisation die Länder ausbeutet, scheinbare Naturkatastrophen fördert und Regierungen für ihre Zwecke missbraucht, ist eine gelungene Anspielung auf den Geltungsdrang der Weltkonzerne in der heutigen Zeit. Nichtsdestotrotz kann man diesen Film bis in kleinste Teile zerflücken, allerdings denke ich das Ein Quantum Trost" in Verbindung mit Casino Royale" einen starken Bond-Film ergibt. Alleine ist Ein Quantum Trost" eine riesige Enttäuschung in Verbindung mit dem letzten Bondfilm könnte es aber funktionieren. Sofern man sich rund 4 Stunden Zeit nimmt beide Teile hintereinander zu sehen.
Ach ja, am Ende gab es dann doch noch die gewünschte Introsequenz mit dem Pistolenlauf - also Ende gut, (fast) alles gut. Ich hoffe nur sehr, dass im nächsten Bondfilm doch ein wenig mehr Bond wieder einkehrt, sonst droht ihm die entgültige Versenkung in der mainstreambehafteten Popcornwelt. Abwechslung ist gut, aber sie sollte nicht immer von Dauer werden... somit gebe ich Ein Quantum Trost" hoffnungsvolle drei Sterne, mögen es für den nächsten Bondfilm ein paar mehr werden.
Ganz schlecht...
Was war das ein Riesenhype im Kino. Überall gab es nur gute Kritiken und alle waren voll des Lobes.
Ich frage mich, ob die Rezensenten einen anderen Film gesehen haben, als ich soeben.
Dieser James Bond hat *nichts* von dem was einen 007-Film ausmachen sollte. Im Grunde hätte man hier auch "XxX" draufschreiben können.
1. Handlung:
Nun gut, man erwartet von JB Filmen keine literarische Offenbarung, aber zumindest einigermassen schlüssig sollte das Ganze sein.
Die ach so geheime Geheimorganisation "Quantum", die einfach ALLES infiltriert hat, wird einmal kurz im Film erwähnt und taucht dann nie wieder auf - wahrscheinlich zu geheim.
Der böse Superschurke sieht aus wie Roman Polanski für Arme und wirkt, bis auf seine gelben Zähne, nicht wirklich furchteinflössend.
Dann der Clou, die ganze aufwendige kriminelle Energie, nur um *Wasser* in Bolivien zum *doppelten* Preis zu verkaufen (?) - meine Güte, wie wünsche ich mir Blofeld herbei, der wenigstens noch die Weltherrschaft an sich reissen wollte.
2. Schnitt
Viele habens schon geschrieben, der Schnitt nervt ungemein. Pro 5 Sekunden Film gefühlte 10-20 Schnitte. All die aufwendigen Stunts kommen im Grunde überhaupt nicht zu Geltung - schade ums Geld.
3. 007 - Feeling
Kommt überhaupt nicht auf. Es fehlen die kleinen Gadgets, der britische Humor, der Stil und vor allem Q.
007 ist nicht der smarte, eloquente Superagent, den wir alle lieben, sondern ein 08-15 Action-Held, der wie ein mordender Assi-Proll durch die Lande pflügt.
Wozu brauch ich das? Da kann ich mir auch Vin Diesel und Konsorten anschauen. D. Craig passt einfach nicht. Unterscheidungsmerkmal zu anderen Actionfilmen: null
Das waren nur die Hauptkritikpunkte nach einem wirklich enttäuschenden Film-Abend. Schade ums Geld.
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